Altis hieß in der Antike der heilige Olivenhain von Olympia, wo der Zweig des wilden Olivenbaums (Kotinos) herkam, der die Köpfe der Olympiasieger verzierte.

Nach der griechischen Tradition wurde der erste Olivenbaum auf der Akropolis gepflanzt. Es heißt, es sei das Geschenk der Göttin Athene an die Einwohner der Stadt Athen gewesen, als sie und Gott Poseidon sich über den Namen der Stadt Athen streiteten. Die Athener gaben ihrer Stadt ihren Namen als Zeichen ihrer Dankbarkeit  und sie brachte ihnen den Anbau des Olivenbaums bei. Die Athener zeigten auf ihren Münzen Athene mit einem Olivenkranz im Helm und einer Amphore mit Öl oder einem Olivenzweig.

Der Mythologie zufolge war Elais die Göttin des Olivenöls, eine der Winzerinnen und eine geliebte Enkelin von Dionysos, und Gott Dionysos gab ihr die Macht, das Wasser nach Belieben in Wein und jede andere Flüssigkeit in Olivenöl zu verwandeln.

Das Königspaar von Delos, Annios & Dorippe, hatten viele Kinder und unter diesen die drei Nymphen von Delos, die sogenannten Oenotrofoi oder Oinotropoi. Ihre Namen, Spermo, Oino, Elais, beziehen sich auf die Grundelemente der Ernährung, nämlich Weizen, Wein und Öl, und Dionysos hat ihnen das Charisma verliehen, alles von der Erde abprallen zu lassen.

Im antiken Griechenland nahm der Olivenbaum nicht nur in der Ernährung, sondern auch in der Wirtschaft eine wichtige Stellung ein. Es wurde als heiliges Symbol für Leben, Weisheit und Wohlstand angesehen.

Die Verwendung der Olive war vielfältig, da sie ein wesentlicher Bestandteil des Lebens der Bürger war, als:

  • Hauptbestandteil ihrer Ernährung
  • Preis bei sportlichen Wettkämpfen
  • Therapiemittel (Olivenöl hat 60 verschiedene Verwendungszwecke im hippokratischen Medizingesetz)
  • Kosmetikmittel und Duft
  • Heizung und Beleuchtung
  • Währung